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Ju Jutsu

Presseartikel

Nicolas weiß sich zu wehren

Ju-Jutsu: 9. Hamburg-Open in der Moorbekhalle. Der Norderstedter Kampfsportverein Kodokan überzeugte durch seinen Nachwuchs und als Turnier-Ausrichter.

Von Anne Pamperin

Norderstedt - Stefan Jacobs, Geschäftsführer des Norderstedter Kampfsportvereins Kodokan, kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: "Das waren die bestorganisierten Hamburg-Open, die wir je in Norderstedt hatten", lautete sein überschwengliches Fazit zum 9. internationalen Ju-Jutsu-Vergleich in der Moorbekhalle. Die Freude des Trainers wurde durch den sportlichen Erfolg der Norderstedter Kampfsportler noch verstärkt: Siegreich für den ausrichtenden Verein war die amtierende deutsche A-Jugend-Vizemeisterin Carolin Müller (bis 66 Kilogramm). Die 18jährige Norderstedterin setzte sich in ihrer Klasse souverän durch. Zweite Plätze bei den Senioren holten Marisol Harms und Christoph Garbrands (beide bis 62 Kilogramm). Andreas Herglotz wurde in der gleichen Gewichtsklasse Dritter.

Kämpfer

Besonders erfreulich war das Abschneiden der Norderstedter Nachwuchskämpfer: Katrin Lebens (17) und Nicolas Möller (16) behaupteten sich in dem hochkarätig besetzten Wettbewerb gegen die starke Konkurrenz aus fünf Nationen. Beide landeten auf dem dritten Platz. "Nicolas ist ein echtes Eigengewächs und schon lange bei uns. Sein Debüt in der A-Jugend war gut, auch wenn er den ersten Kampf ein wenig verschlafen und verloren hat", so Stefan Jacobs. Katrin Lebens war bereits im vergangenen Jahr in der A-Jugend erfolgreich. "Bei den deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr landete sie auf dem fünften Rang. Sie hat sich mit viel Trainingsfleiß kontinuierlich hochgearbeitet", lobt Stefan Jacobs die Nachwuchskämpferin.

Die internationalen Hamburg Open waren eine gelungene Generalprobe für die deutschen Meisterschaften, die am 13. Mai ebenfalls in Norderstedt stattfinden werden. "Wir haben die Veranstaltung erstmals gemeinsam mit dem Hamburger Ju-Jutsuverband ausgerichtet. Die Aufgaben waren klar verteilt und der Zeitplan wurde exakt eingehalten", so Jacobs. Dazu beigetragen hat vor allem das neue Ju-Jutsu-Regelwerk, das die Kampfzeit von vier Minuten plus 60 Sekunden Pause auf drei Minuten reine Kampfzeit reduziert hat. "Auch die Verletzungspausen wurden von fünf auf zwei Minuten reduziert. Das ist eine gute Entscheidung, denn viele Kämpfer haben diese Auszeiten voll ausgenutzt, um ihre konditionellen Mängel zu kompensieren", so Stefan Jacobs.

Für die Norderstedter geht es jetzt erst einmal in zwei Wochen bei den Norddeutschen Titelkämpfen in Mölln um die Qualifikation für die nationalen Meisterschaften. Die Motivation ist besonders groß, schließlich wird dann ja vor heimischem Publikum um die Titel gekämpft.

erschienen am 22. März 2006
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